DIE BÜRGERMEISTER 1933-1935

"Die Notwendigkeit des gegenseitigen Verstehens"

Matthias Langen

Matthias Langen1, geboren 1887 in Frechen, Jurist, ist seit dem 19.Mai 1927 Bürgermeister von Troisdorf. Wegen der Zentrumsmehrheit im Gemeinderat ist er wohl dieser politischen Richtung zuzuordnen, wenn er nicht sogar Zentrumsmitglied ist2. Beamte wie er werden nach dem 30.Januar 1933 sofort von den Nazis angegangen. Normaler, korrekter Umgang mit Sozialdemokraten oder Kommunisten bringt schnell den Vorwurf ein, "im Fahrwasser der Marxisten" zu segeln3.

So ist denn auch weiter nicht verwunderlich, wenn man in Langens Personalakte mehrere Briefe des Oberstaatsanwalts Bonn findet. Irgend jemand nimmt den Bürgermeister im Frühjahr 1933 ins Visier und erstattet Strafanzeige gegen ihn wegen "unvorschriftsmässigen Verhaltens - evtl. liegt Betrug vor."4

Dass Langen nicht besonders glücklich agiert, zeigt u.a. seine schwache Reaktion auf die Vorfälle am 9./10.März 1933, als er bedrängten jüdischen Geschäftsleuten zu Hilfe eilen will, vor der braunen Gewalt aber kuscht5.

Ein paar Tage später, am 13.März, dem Montag nach der Gemeindewahl, gerät Langen selbst in arge Not: Wie manche seiner Kollegen in der Nachbarschaft6 wird er auf Anordnung des "Bevollmächtigten der nationalen Regierung für den Siegkreis7 [...] beurlaubt."8; mit der kommissarischen Wahrnehmung der Amtsgeschäfte wird der Obersekretär We. beauftragt9. Diese hemdsärmeligen Entlassungen - etwas anderes ist es nicht - gehen dem Regierungspräsidenten in Köln dann doch zu weit; er sieht die grosse Gefahr, dass durch dieses Wildwest-Personalkarussell "der geordnete Gang der Verwaltung erheblich gestört wird" und teilt den Landräten mit, dass Beurlaubungen seiner vorherigen schriftlichen Genehmigung bedürften; dies möchten sie auch bitte den Mitgliedern der NSDAP weitergeben10. Am Donnerstag, dem 16.März nachmittags, erhalten Langen und ein weiterer Beamter der Gemeindeverwaltung die Nachricht, dass die "Beurlaubung" aufgehoben sei11:

Die vielen Wünsche innerhalb aller Kreise der Bevölkerung, die auf der Strasse oder am Biertisch sowie in einer Fülle von Schreiben und Telefonanrufen der Hoffnung Ausdruck gaben, dass Bürgermeister Langen baldigst die Leitung der Gemeinde wieder übernehme, sind am Donnerstagnachmittag in Erfüllung gegangen [...]12

Am 21.März, dem "Tag von Potsdam", an dem der neugewählte Reichstag in der Potsdamer Garnisonkirche eröffnet wird13, gibt es wie überall in Deutschland auch in Troisdorf eine grosse Feier. Die "nationalen", die konservativen Deutschen taumeln schier vor Freude und Begeisterung - worüber eigentlich? Dass wieder ein starker Mann da ist,

In Troisdorf feiern schon am Vormittag die Schulen: die katholischen im Saal Mörsch (Kirchstrasse), die evangelische in der Schule an der Viktoriastrasse. Rektor Friedrichs und Hauptlehrer Schöneshöfer halten die Festreden.

Am Abend veranstalten die "nationalen" Verbände einen Fackelzug, die Musikkapellen spielen, ein Feuer wird angezündet, und Raketen werden abgeschossen. Bürgermeister Langen ruft seine Mitbürger auf, "alles Trennende zurückzustellen" und der neuen Regierung treue Gefolgschaft zu leisten, bevor zum Abschluss das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied gesungen werden14.

Dieses Treuegelöbnis wiederholt er (warum eigentlich?) bei der Eröffnungssitzung des Gemeinderates am 4.April15. Es fällt auf, dass die protokollarische Eröffnung der "Feier" in Anwesenheit des Stellvertreters des Landrats von Staatskommissar Heinz Naas16, und nicht von Bürgermeister Langen vorgenommen wird.

Schon das Vorspiel hatte aufhorchen lassen: In ein und derselben Zeitung ("Stadt-Anzeiger") sind zwei verschiedene Einladungen zu dieser Gemeinderatssitzung abgedruckt, eine am 27.März, und eine am 1.April17:

Die erste Einladung ist korrekt und trocken, der übliche Stoff, mit dem sich Gemeinderäte in der Regel befassen; Termin ist abends 18 Uhr im Rathaus. Das muss einigen Leuten aber arg missfallen haben; Langen unterschreibt am 31.März eine neue Einladung, diesmal zu einer "nationale[n] Kundgebung", die nur noch "verbunden [ist] mit kurzer[!] Gemeinderatssitzung".

Was hat sich inhaltlich geändert? Die Nazis haben jetzt die grosse Bühne, um sich

in den Vordergrund zu spielen. Und zu all dem hat Langen die Hand gereicht: Er hat, als er die zweite Einladung unterschreibt, gewusst, wer was wann sagt oder spielt.

Und dann seine Rede selbst19: Natürlich stehen die NSDAP, Hitler und die anderen Nazis höchstens an zweiter Stelle, hinter Namen und Begriffen wie

Aber wo bleibt die Distanz? Wer sich n i c h t gemein machen will mit den braunen Verbrechern; wer von seinen Freunden als NS-Gegner erkannt und verstanden werden will; wer von der anderen Seite nicht vereinnahmt werden will: der wählt doch wohl eine andere Sprache.

In der Sache fällt es immer schwerer zu glauben, dass Langen n i c h t schon Pg. war: Langen tritt am 1.Mai 1933 in die NSDAP ein20. Offensichtlich tut er diesen Schritt, um seine politische Existenz zu retten. Zu diesem Zeitpunkt ermittelt wohl schon die Staatsanwaltschaft gegen ihn, denn zwei Tage später stimmt Langen einer Verkürzung seines Besoldungsdienstalters um 10 Jahre(!) zu21.

Am Freitag, dem 12.Mai, wirft Langen das Handtuch: Er schreibt an den Landrat, seine vorgesetzte Behörde: "Zu meiner Erholung bitte ich, mir von Montag, dem 15.5.33, ab einen Urlaub von vier Wochen zu erteilen."22

Zahlreiche leitende Beamte der kommunalen Verwaltungen entzogen sich den Wirkungen des Zwanges [seitens der Nazis], indem sie ihre Beurlaubung oder Zurruhesetzung beantragten, die ihnen von den kommunalen Körperschaften meist sofort gewährt wurde. Es steht kaum in Frage, dass ihnen sonst über kurz oder lang der Stuhl vor die Tür gesetzt worden wäre, ohne dass sie sich die Umstände noch hätten aussuchen können.23

Später wird er Mitglied in der DAF, im NSV, im NS-"Rechtswahrerbund" - das ist der Juristenverband - und im NS-"Reichskriegerbund" - das ist der NS-Veteranenverein - "durch übergang des Kyffhäuserverbandes" in diesen NS-Verein24.

Langens Verhalten fordert eine Bewertung geradezu heraus. Die NS-Vergangenheit ist noch immer nicht "bewältigt"; die Rechtfertigungs-Strategien ("Was hätte er denn tun sollen?") und die Verharmlosungs-Schachzüge ("Er hat es nicht allein getan."25) werden immer wieder hervorgekramt. In der Grauzone der Nicht-Mörder gefällt sich manch einer in einer Leidensrolle, der nur zu unbeweglich war, um sich den neuen Machthabern r i c h t i g anzupassen.

Es gibt 1933 auch andere Verhaltensweisen - Konrad Adenauer in Köln zeigt den Nazis die Stirn26. Zugegeben: die Situation wird von Tag zu Tag aussichtsloser - aber so ein schäbiges Einknicken vor den braunen Machthabern ist kein Vorbild für spätere Generationen27. Als leitender Angestellter der DAG ist sich Langen jedenfalls nicht zu schade, von den Nazis 1934 - das ihm zustehende - "Ruhegehalt" von 4.000 RM28 anzunehmen. Und dass er 1946 wieder zum Gemeindedirektor gewählt wird, beweist nur die schlimme Kontinuität der ewig Gestrigen, die ihn wählten29.

In seiner freien Zeit muss sich Langen mit folgenden Beschuldigungen auseinandersetzen:

Langen gibt am 16.Juni eine Gegenerklärung dazu ab, deren Text nicht erhalten ist. Auch Landrat Buttlar und Staatskommissar Naas nehmen - auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft - am 25.August und am 4.September zur Sache Stellung. Der Tenor beider Schreiben: Langen hat korrekt gehandelt. Der Oberstaatsanwalt verfügt am 6.Oktober, dass die Ermittlungen einzustellen seien, "da eine strafbare Handlung nicht vorliegt"; von dieser Entscheidung sei der Beschuldigte "ohne Angabe von Gründen" zu benachrichtigen31.

Nach den Massstäben des Rechtsstaates ist Langen jetzt rehabilitiert, er könnte jetzt seinen "Erholungsurlaub" abbrechen. Doch Landrat Buttlar seinerseits hat am 14.August mit Hinweis auf das schwebende Verfahren Langens Versetzung in den Ruhestand gemäss § 6 des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums"32 beantragt. Diesem Antrag scheint höheren Orts auch stattgegeben worden zu sein, denn Buttlar beurlaubt Langen immer wieder - bis zum 31.Januar 193433.

Josef Reinartz

Langens Nachfolger Josef Reinartz34 verlässt am 21.Mai 1935 den Bürgermeisterposten ebenso glücklos wie sein Vorgänger - allerdings aus ganz anderen Gründen. Zunächst scheint er genau der richtige Mann zu sein: In Bergheim geboren (1891), seit 1922 in der NSDAP (Mitgliedsnummer 263.912), Ingenieur, Sohn eines Troisdorfer Unternehmers der Sparte Heizungsbau35.

Aber gerade diese familiäre Beziehung wird ihm zum Verhängnis. Im März 1935 wendet sich ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Reinartz, der sich im Sommer 1934 selbständig gemacht hat und damit zum Konkurrenten seines früheren Arbeitgebers wurde, an Stellen in der NSDAP und an die Gestapo36. Er erhebt in der Hauptsache den Vorwurf, Bürgermeister Reinartz habe der Firma Reinartz ungesetzmässig Aufträge zugeschanzt; Reinartz soll dabei andere Anbieter durch nachträgliche Manipulationen in den Angeboten "seines" Unternehmens ausgestochen haben.

Bei den Aussagen der Konkurrenz und anderer Mitmenschen kommen jetzt noch weitere unschöne Dinge hoch: So behauptet ein Zeuge, dass Reinartz auffallend oft krank sei und im Amt fehle, dass aber der Grund für seine "Krankheit" ein offenes Geheimnis sei: Alkohol. Die Beschuldigungen gegen Reinartz sind entweder so erdrückend oder schon so weit in der öffentlichkeit herumgetragen worden, dass der Landrat ihn am 21.Mai 1935 entlässt: "Ihre Bestellung zum staatlichen Kommissar [...] widerrufe ich [...] mit sofortiger Wirkung." Am Tag darauf beantragt Reinartz, der sich seiner Sache sicher zu sein scheint, beim Landrat ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst.

Zwei Tage später, am 24.Mai 1935, erscheint im Stadt-Anzeiger ein sehr einfühlsamer Artikel über Reinartz:

Abberufen

wurde durch ein Schreiben des Landrats ohne Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung der bisherige kommissarische Bürgermeister Reinartz von Troisdorf.
[...]
Schon längere Zeit war das Gerücht betreffs der Abberufung im Umlauf, aber man wollte es nicht glauben. Zugegeben, dass manche bei der Einführung am 9.Juli 1933 nicht einverstanden waren, zugegeben muss aber heute werden, dass diese Zahl bis auf ein kleines Häuflein zusammengeschmolzen ist. Denn ohne Uebertreibung kann gesagt werden, dass der Scheidende in den zwei Jahren es verstanden hat, sich die Sympathie fast aller Troisdorfer erworben hat[!]. [...]37

Ein halbes Jahr nach der Anzeige stellt der Oberstaatsanwalt in Bonn am 9.September 1935 das Verfahren gegen Reinartz ein. Am Ende der 13seitigen Begründung kommt der Ankläger zu dem Schluss: "Keine einzige der gegen den Beschuldigten vorgebrachten Verdächtigungen ist [...] stichhaltig."

Wenn auch heute die eine oder andere Beschuldigung als nicht schwerwiegend, eher krämerisch, erscheint, so bleibt doch ein schaler Geschmack zurück: Sollte mit dieser Einstellungsverfügung - so verheerend sich die Ermittlungen auf Reinartz' Ruf auch auswirkten - dem Pg. Reinartz eine Gefälligkeit erwiesen werden? Schliesslich war Bruder Peter in Bonn inzwischen SA-Standartenführer und Polizeidirektor geworden.

Den Anzeigenden traf die volle Härte der Justiz: Er wurde wegen Verleumdung verurteilt.

Helmuth Jakobs

Und auch der nächste Bürgermeister, Helmuth Jakobs38, amtiert nur wenige Monate. Er ist 1897 in Köln geboren, seit 1929 in der Partei (Mitglieds-Nr.165 967), seit dem 20.April 1935 SA-Obersturmbannführer, und von 1933 bis 1935 Bürgermeister in Eckenhagen. Am 1.Juni 1935 tritt er seinen Dienst in Troisdorf an39, doch schon am 17.Februar 1936 stirbt er im Troisdorfer Krankenhaus an Lungenentzündung. In dem im WB abgedruckten Nachruf rühmt Landrat Buttlar den verstorbenen Jakobs als umsichtig, selbstlos, rechtlich und überparteiisch40, anderen ist er als fanatisch und verbissen in Erinnerung41.

Nach einer übergangszeit, in der der Regierungsreferendar und SA-Sturmführer von Hirschfeld vom Landratsamt Köln die Amtsgeschäfte kommissarisch führt42, wird Ernst Schünemann43 (Pg. seit 1929) am 2.Mai 1936 als neuer Bürgermeister in sein Amt eingeführt. Er bleibt es bis zum Einmarsch der US-Army in Troisdorf am 14.April 1945.


1 Foto in TRIPPEN, S.180.

2 Gegen Ende der 20er Jahre stellt das Zentrum von 539 politischen Beamten Preussens 113, die SPD 105, die DVP 95 und die DP 71 (SCHULZ, S.146).

3 siehe unten.

4 OStAnw Bonn an Landrat, 27.7.33, in StaT, PA Langen I, Bl. 223; die Akten der OStAnw Bonn sind nicht mehr erhalten: StAnw Bonn an Vf., 16.9.83. ähnliche Fälle in Köln (W+V KöLN, S.53 ff), Düsseldorf (DOK.DüSSELDORF, S.117), Bochum (WAGNER, S.202), Beuel (BONN, Nr.90).

5 siehe unten.

6 z.B. Lindlau (Sieglar); ferner Lürken (Bonn), Zander (Bad Godesberg), Nücker (Oberkassel): BONN, Nr.65, 66, 70, 199, 205.

7 Person nicht identifiziert.

8 SZ, 14.3.33, ebenso der Polizeiwachtmeister Mü. und Obersekretär Sch.: Stadt-Anzeiger, 15.3.33 (StaT, Ortschronik).

9 Stadt-Anzeiger, 15.3.33 (StaT, Ortschronik).

10 RP an Landräte, 15.3.33, in ARSK, LSK 2588, ohne Bll.zählung.

11 SZ und Stadt-Anzeiger vom 17.3.33.

12 Stadt-Anzeiger, 17.3.33 (StaT, Ortschronik).

13 Fotos in LORANT, S.218 f.

14 SZ, 22.3.33; Stadt-Anzeiger, 22.3.33; WB, 22.3.33 (StaT, Ortschronik).

15 s. 2.Kapitel.

16 Naas ist "Beigeordneter" in Troisdorf, meldet der Stadt-Anzeiger am 24.3.33.

17 s. Dokumententeil; in StaT, Ortschronik, nebeneinander eingeklebt.

18 s. Fotos im Dokumententeil.

19 s. Dokumententeil.

20 Langen in seinem Entnazifizierungs-Fragebogen, HStAD, NW 1049, Nr.77575; Oberpräsident Düsseldorf an den Amtsdirektor Troisdorf, 4.7.46, in StaT, PA Langen I, Bl.282.

21 Niederschrift, gegengezeichnet von Steinmetz (26.4.33), genehmigt von Naas (ohne Datum), unterschrieben von Langen, 3.5.33, aaO, Bl.199: statt ab 1.4.09 jetzt ab 1.5.19.

22 Bgm. Langen an Landrat, 12.5.33, aaO, Bl.200; Abschrift an Staatskommissar Naas, die Vertretung übernimmt zunächst der Beig. Steinmetz (NSDAP).

23 SCHULZ, S.158.

24 Langen in: Military Government of Germany, Fragebogen, in NW 1049, Nr.77575, ohne Bll.zählung.

25 Leserbrief des Matthias Dederichs im RSA (23.12.85) und GA (3.1.86).

26 s. dazu W+V KöLN, S.53 ff.

27 s. den Antrag des Vf. vom 26.11.85 an Bgm. Hans Jaax, die "Matthias-Langen-Strasse" in Troisdorf umzubenennen in "Anton-Hamacher-Strasse", veröffentlicht in RSA (28.11.85), GA (28.11.85) und RSR (29.11.85).

28 Haushaltsplan 1934, Ruhegehalt Langen 3.600 RM (Soll), 4.078,57 RM (Ist), in ARSK, LAS 331, ohne Bll.zählung. Zum Vergleich: Brutto-Wochenlohn eines Industriearbeiters (1936): 24,94 RM; Brutto-Monatsgehalt eines Angestellten (1936): 199 RM, nach ALEFF, S.118.

29 Der neue Landrat hat dem Troisdorfer Bürgermeister am 17.1.46 mitgeteilt, dass die britischen Behörden die Personalanfragebögen der Gemeindebediensteten - auch der ehemaligen - geprüft hätten; danach "kann Langen eingestellt werden, wenn unbedingt nötig." (Landrat an Bgm. von Troisdorf, 17.1.46, in StaT, PA Langen II, Bl.180). Der Troisdorfer Entnazifizierungsausschuss hat Langen als "only nominal member" eingestuft; der Entnazifizierungshauptausschuss für den Regierungsbezirk Köln hatte am 7.3.47 "no objections to employment", weil "nothing adverse found"; und auch der britische Sicherheitsoffizier vermerkte "may be employed".

In der Troisdorfer Stellenanzeige vom 13.8.1946 sind ehemalige Pgs ausdrücklich abgelehnt worden (Bgm. Hagen, Anzeigentext, aaO, Bl.237).

Bei der ersten Gemeindewahl nach 1945, am 15.9.1946, entfallen auf die CDU 11, das Zentrum 6, die SPD 3 und die KPD 1 Sitze. Langen erhält bei der Wahl am 29.10.46 (d.h. vor dem Abschluss der Entnazifizierung) 12 Stimmen, der Gegenkandidat Kutzner 5; drei "weisse Stimmzettel" werden abgegeben; Agnes Klein (SPD) fehlte (StaT, Niederschriftenbuch..., S.330).

30 Aus dem Schriftwechsel Staatsanwaltschaft/ Landrat/ Staatskommissar Naas, Sommer 1933, in StaT, PA Langen I, Bll.223 ff.

31 OStAnw Bonn an Landrat, 6.10.33, aaO, Bl. 227.

32 vom 7.4.33, in RGBl I, S.175; Auszug in MüNCH, S.29 ff.

33 Landrat an Langen, 28.12.33, in StaT, PA Langen I, Bl.208.

34 seit 9.7.33 (WB 7.7.33), vorher kommissarisch.

35 Angaben nach dem Personalmerkblatt, in ARSK, LSK 2618, ohne Bll.zählung; Foto des Betriebes (1986 abgerissen) s. Foto im Dokumententeil.

36 Diese und die folgenden Angaben nach ARSK, LSK 2618.

37 Stadt-Anzeiger, 24.5.35 (StaT, Ortschronik).

38 Foto in TRIPPEN, S.189; WB, 1.6.35, dort auch einige der folgenden Personalangaben; Personalakte im ARSK.

39 Bericht im WB, 3.6.35 (StaT, Ortschronik).

40 in WB, 17.2.36 (StaT, Ortschronik); auch in PA Jakobs, in ARSK, LSK 2129, ohne Bll.zählung.

41 Fotos von den Trauerfeierlichkeiten in Troisdorf s. Foto im Dokumententeil.

42 Stadt-Anzeiger, 3.3.35 u.ö. (StaT, Ortschronik).

43 Foto in TRIPPEN, S.191, und WB, 30.4.35 (StaT, Ortschronik).

Valid XHTML 1.0 Transitionalam 12.12.2009.